Internationale Künstlerpersönlichkeiten, herausragende Ensembles und außergewöhnliche Programme: Die Hochschule für Musik Detmold lädt auch in der Saison 2026/27 renommierte Gäste zu den Detmolder Meisterkonzerten ein

Große Namen, besondere Besetzungen

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Monet in Töne übersetzt Dem französischen Impressionisten Claude Monet spüren Daniela Koch (Flöte), Johanna Stier (Oboe), Nemorino Scheliga (Klarinette), Theo Plath (Fagott) und Marc Gruber (Horn) nach. Ihr Ensemble trägt den Namen des berühmten Malers. Auch musikalisch steht die Vielfalt der Klangfarben im Mittelpunkt.

Monet in Töne übersetzt
Dem französischen Impressionisten Claude Monet spüren Daniela Koch (Flöte), Johanna Stier (Oboe), Nemorino Scheliga (Klarinette), Theo Plath (Fagott) und Marc Gruber (Horn) nach. Ihr Ensemble trägt den Namen des berühmten Malers. Auch musikalisch steht die Vielfalt der Klangfarben im Mittelpunkt.

Im ersten Meisterkonzert am 13. Oktober spielen die fünf Musikerinnen und Musiker unter anderem Werke von Anton Reicha. Sein Bläserquintett Es-Dur op. 88 Nr. 2 gehört zu den bedeutenden Werken für diese Besetzung und steht exemplarisch für die Entwicklung dieser Gattung. In György Ligetis „Zehn Stücke für Bläserquintett“ wird der Ensembleklang immer wieder durch solistische Passagen der einzelnen Instrumente aufgebrochen.

Eine Reise nach Frankreich führt zu Maurice Ravels „Le Tombeau de Couperin“ in einer Bearbeitung für Bläserquintett. Den Abschluss bildet Paul Taffanels Bläserquintett g-Moll – ein Werk, das stilbildend für das französische Bläserquintett-Repertoire wurde.

Britischer Meisterpianist
Ein reiner Klavierabend hat bei den Meisterkonzerten Tradition. In dieser Saison ist am 24. November der britische Pianist Benjamin Grosvenor zu Gast, der bereits mit Orchestern wie dem Cleveland Orchestra, dem Gewandhausorchester Leipzig und dem Orchestre National de France konzertiert hat.

In Detmold widmet er sich unter anderem der Klaviersonate Nr. 13 B-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Außerdem erklingt Beethovens berühmte sogenannte „Mondscheinsonate“. Ihre Bezeichnung geht auf den Dichter und Musikkritiker Ludwig Rellstab zurück. Alexander Skrjabins Klaviersonate Nr. 2 gis-Moll verbindet spätromantische Klangfarben mit impressionistischen Anklängen. Den musikalischen Auftakt bildet Sofia Gubaidulinas „Chaconne“. Mit Franz Liszts „Drei Sonette von Petrarca“ führt Grosvenor schließlich in die Romantik. Die ursprünglich für Singstimme und Klavier komponierten Lieder erklingen in einer Fassung für Klavier solo. Den Abschluss bildet Frédéric Chopins Klaviersonate Nr. 1 b-Moll mit dem berühmten Trauermarsch als drittem Satz.

Das Getrennte vereinen
Welche Kraft Musik entfalten kann, wenn sie Grenzen und Gegensätze überwindet, steht im Mittelpunkt des Konzerts des Leipziger Calmus Ensembles am 5. Januar 2027. Unter dem Titel „in the beginning – at the end“ spannt das Vokalensemble einen Bogen von der Renaissance über die Romantik bis hin zu zeitgenössischen Werken und Neuentdeckungen.

Dem Publikum begegnen Werke von William Byrd, Heinrich Schütz und Johannes Brahms, Musik des lettischen Komponisten Ēriks Ešenvalds und ein modernes Arrangement eines Songs von Leonard Cohen. Musikalisch gibt das Calmus Ensemble die Antwort auf die Frage nach der tröstenden und verbindenden Kraft der Musik. Das Calmus Ensemble hat sich mit seinen Interpretationen weit über Leipzig hinaus international einen Namen gemacht und ist unter anderem in der Elbphilharmonie und im Konzerthaus Stockholm aufgetreten.

Chopin – ein Kammermusiker?
Frédéric Chopin ist vor allem als Komponist bedeutender Klavierwerke bekannt. Seine Kammermusik steht dagegen deutlich seltener auf den Konzertprogrammen. Das ändert sich an diesem Abend: Ein Teil des Programms, das der Cellist Christian Poltéra und der Pianist Ronald Brautigam am 2. Februar 2027 zu Gehör bringen, ist Chopins Sonate für Violoncello und Klavier.

Ergänzt wird das Werk durch Kammermusik von Johannes Brahms und Robert Schumann, die auch auf der jüngsten CD der beiden Musiker zu hören ist und mit dem Diapason d’Or de l’Année ausgezeichnet wurde. Mit Franz Liszts „Élégie Nr. 1“ für Violoncello und Klavier präsentieren Poltéra und Brautigam zudem ein Werk aus Liszts früher Schaffensphase. Beide Musiker blicken neben ihrer internationalen Konzerttätigkeit auf eine langjährige Lehrtätigkeit an den Hochschulen Luzern und Basel zurück.

Balladen und Lieder von Erlkönig und Harfenspieler
Leidenschaft, Einsamkeit, Liebe und Tod: Mit Liedern und Balladen von Carl Loewe, Hugo Wolf und Franz Schubert präsentieren Bariton Konstantin Krimmel und sein Klavierpartner Ammiel Bushakevitz am 13. April 2027 die existenziellen Themen der romantischen Liedkunst.

Beide Musiker verbindet eine besondere Leidenschaft für das Liedrepertoire. Sie waren unter anderem schon bei der Schubertiade Schwarzenberg, in der Londoner Wigmore Hall und im Concertgebouw Amsterdam zu erleben. Im Rahmen des Liederabends erklingt auch Schuberts „Erlkönig“, nach dem berühmten Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe. Schubert setzt das dramatische Geschehen plastisch in Szene: Die rasenden Triolen des Klaviers lassen den Ritt des Vaters und seines Sohnes geradezu sichtbar werden, denn die unterschiedlichen Figuren werden durch jeweils eigene musikalische Stimmen charakterisiert. So wird aus Goethes Ballade ein packendes musikalisches Drama.

Dem authentischen Klang ganz nah
Wie klangen Streichquartette zu Zeiten Haydns und Beethovens? Das Chiaroscuro Quartet widmet sich am 22. Juni 2027 zwei zentralen Werken der Wiener Klassik und lässt das Publikum am faszinierenden Klang historisch informierter Aufführungspraxis teilhaben. Auf dem Programm stehen Joseph Haydns Streichquartett Es-Dur op. 33 sowie Ludwig van Beethovens Streichquartette Nr. 2 und Nr. 14. Sie sind zugleich ein Streifzug durch die Geschichte des Streichquartetts: Haydn gilt als Begründer dieser intimen musikalischen Besetzung, seine Werke prägten die Gattung nachhaltig. Beethoven knüpfte an diese Tradition an und erweiterte im Laufe seines Schaffens die bis dahin etablierte Klangsprache und kompositorischen Strukturen.

Konzerteinführungen und Tickets
Bei den Detmolder Meisterkonzerten gibt es nicht nur viel zu hören, sondern auch viel zu entdecken. Jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn laden Studierende des Masterstudiengangs Musikvermittlung zu informativen und unterhaltsamen Einführungen in den Gartensaal des Palaisgebäudes ein. Sie geben Einblicke in die Werke, ihre Entstehungsgeschichte und die musikalischen Besonderheiten der jeweiligen Programme.

// Die Saison im Überblick: Di, 13. Oktober 2026 Monet Quintett Di, 24. November 2026 Benjamin Grosvenor (Klavier) Di, 5. Januar 2027 Calmus Ensemble Di, 2. Februar 2027 Christian Poltéra (Violoncello), Ronald Brautigam (Klavier) Di, 13. April 2027 Konstantin Krimmel (Bariton), Ammiel Bushakevitz (Klavier) Di, 22. Juni 2027 Chiaroscuro Quartet Beginn: jeweils 19.30 Uhr, Konzerthaus Detmold Einführung: jeweils 18.30 Uhr, Gartensaal (Palais) Informationen und Tickets: www.hfm-detmold.de/konzerte Einzelkarten sind an allen Reservix-Vorverkaufsstellen, an der Abendkasse und online erhältlich. Abonnements können über konzerte@hfm-detmold.de oder online bestellt werden.