Page 6 - Lippe Magazin Ausgabe 04 | 2025
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Denk:Mal! –




     150 Jahre




     Hermannsdenkmal








      Seit 150 Jahren ragt er hoch über die   der Frage, wie wir erinnern wollen. Im
      Wälder Lippes hinaus: der „Hermann“    Lippischen Landesmuseum wird diese
      auf der Grotenburg. Ein Monument, das   Geschichte lebendig. In der Daueraus­
      Geschichte schreibt, Mythen formt –   stellung Mythos Varusschlacht begeg­
      und bis heute Menschen bewegt. Hinter   nen wir dem historischen Arminius, und
      diesem Werk steht Ernst von Bandel, ein   ab dem 22. November 2025 gilt es, das
      Künstler, der sein ganzes Leben einer    berühmte Monument ganz neu zu ent­
      einzigen Idee verschrieb. Doch das    decken – kritisch, interaktiv und voller
      Hermannsdenkmal erzählt nicht nur    spannender Perspektiven.
      von Vergangenheit, sondern auch von














                                                                    Bandels Entwurf
                                                                      des Denkmals
                                                                      mit Unterbau
                                                                         von 1838


                                                                                 Das Hermannsdenkmal feiert sein 150-jäh-
                                                                                 riges Bestehen – Grund genug für eine gro-
                                                                                 ße Sonderausstellung im Lippischen Lan-
                                                                                 desmuseum Detmold. Vom 22. November
                                                                                 2025 bis zum 26. April 2026 lädt die Schau
                                                                                 zu einer kritischen Auseinandersetzung
                                                                                 mit einem der symbolträchtigsten Denk-
                                                                                 mäler Deutschlands. Dabei wird deutlich:
                                                                                 Das Hermannsdenkmal steht nicht nur für
                                                                                 die Erinnerung an eine antike Schlacht,
                                                                                 sondern auch für 150 Jahre wechselvoller
                                                                                 deutscher Geschichte und sich wandelnder
                                                                                 Erinnerungskultur.
                                                                                 Die Ausstellung zeigt: Denkmäler sind
                                                                                 mehr als dauerhaft sichtbare Erinnerungs-
                                                                                 marken im öffent lichen Raum. Sie können
                                                                                 Identität stiften, politische Botschaften
                                                                                 transportieren und gesellschaftliche Kon-
                                                                                 flikte widerspiegeln. Genau deshalb wird
                                                                                 das Hermannsdenkmal hier als politisches
                                                                                 Symbol, als Projektionsfläche für natio-
                                                                                 nale Erzählungen und als Spiegel einer
                                                                                 Gesellschaft im Wandel betrachtet. Der
                                                                                 Blick weitet sich über die Detmolder Gro-
                                                                                 tenburg hinaus und stellt das Monument
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