Das Landestheater feiert seinen 200. Geburtstag

Das Jubiläum wird in einer Festwoche vom 1. bis 8. November mit verschiedenen Veranstaltungen fröhlich und festlich begangen.

© Landestheater Detmold | 200 Jahre Landestheater

Weitere Artikel

Herford-Bismarckturm-Teutoburger-Wald-wfg-Herford-D-Ketz-011

Der Hansaweg

Auf dem Hansaweg lassen sich Naturgenuss und Geschichte hervorragend miteinander kombinieren: Der zertifizierte Fernwanderweg führt quer durch das nordlippische Bergland und verbindet die historischen Hansestädte Herford und Hameln.

Weiterlesen »
Nach einem erfolgreichen Eröffnungsfest zur neuen Spielzeit Ende August, befindet sich das Landestheater Detmold schon mitten in seiner Jubiläumsspielzeit. Im November 2025 kann das Theater in Detmold auf eine 200-jährige Geschichte zurückblicken – und dieser »Geburtstag« wird natürlich gebührend gefeiert! Das Jubiläum wird in einer Festwoche vom 1. bis 8. November mit verschiedenen Veranstaltungen fröhlich und festlich begangen, denn heute wie gestern ist das Landestheater Detmold ein Ort der Begegnung und des Austausches mit den Menschen der Stadt und der Region.

Ihren Höhepunkt werden die Feier­lichkeiten in einem Festakt am 8. November im Großen Haus des Landestheaters erfahren, davor aber wird ein vielfältiges Programm dazu einladen, das Theater und seine Beschäftigten von ganz unterschiedlichen Seiten kennenzulernen. So wird es eine Reihe von Führungen hinter die Kulissen des Theaters geben, Probenbesuche laden dazu ein, den Entstehungsprozess einzelner Produktionen hautnah mitzuerleben und in verschiedenen Gesprächsrunden werden Themen rund um das Theater reflektiert.

Das genaue Programm der Festwoche wird im Oktober unter www.landestheater-detmold.de veröffentlicht und auch in gedruckter Form in den Spielstätten des Landestheaters und an der Theaterkasse erhältlich sein.

Neben der Festwoche gibt es im Landestheater noch weitere Gründe zu feiern: Im Oktober und November erwarten Sie neben zwei Konzerten und fünf Wieder­aufnahmen im Musiktheater, Schauspiel und Ballett fünf Premieren, darunter sogar zwei Uraufführungen.

Freuen Sie sich am 24. Oktober auf die Uraufführung „Das Glück ist eine Orange. Sinalco – Das Musical! Eine Detmolder Geschichte“ – ein Auftragswerk des Landestheaters Detmold mit Musik von Thomas Zaufke und Text von Peter Lund. Von der genialen Idee 1905, Brauselimonade via Konzession weltmarktfähig zu machen, über die Entmachtung des jüdischen Firmenleiters bis hin zum arischen Vorzeigebetrieb und einer bundesrepublikanischen Erfolgsstory, die in den 70er Jahren das Lebensgefühl einer ganzen Generation prägte, spannt sich diese aufregende Firmengeschichte. Das Musical „Das Glück ist eine Orange“ nimmt das Publikum mit auf eine Reise zu den spannendsten Stationen dieses Welterfolges made in Germany.

Am 29. Oktober feiert das Junge Musiktheater unter der musikalischen Leitung von Michael Spassov und der Regie von Maren Schäfer die Uraufführung „VIEL ZU FEEL“. In diesem Stück geht es um Sammy, der mit seinem Gefühlschaos zu kämpfen hat: Manchmal fühlt er alles gleichzeitig und manchmal gar nichts. Da gibt es die ein­deutigen Gefühle, wie zum Beispiel die Liebe, die zusammen mit ihrer Schwester, der Freude, für Wohl­befinden sorgen. Eher unbeliebt, aber dennoch mächtige Gegenspielerinnen sind ihre Kolleginnen Wut und Angst. Hin und wieder tauchen aber auch unerklärliche Gefühle auf. Die braucht es für Menschen in Gefühls­chaos-Phasen, und in einer solchen befindet Sammy sich gerade: der Pubertät. Was es mit dem unerklärlichen Gefühl auf sich hat und ob man sich sogar mit ihm anfreunden kann, davon erzählt diese Geschichte über die Gefühlsachterbahn der Pubertät.

Im Grabbe-Haus können Sie sich am 14. November auf die Premiere von „Nach dem Essen“ unter der Regie von Magdalena Schönfeld freuen. Darin hört der 14-jährige Jonas plötzlich auf zu essen und verweigert jegliche Kommunikation. Während die Eltern erfolglos versuchen, sich an ihrem querköpfigen Sohn abzuarbeiten, macht seine Schwester ihn zum Social-Media-Star und stilisiert ihn zum Märtyrer einer weltweiten Protestbewegung. Doch was würde Jonas dazu sagen, wenn er sich nicht in Schweigen hüllen würde? Autorin Simone Kucher verwebt in ihrem Stück raffiniert realistische Familiengespräche mit surrealen Szenen und mythologischen Anspielungen und stellt die Frage nach unserer Verantwortung in der Welt.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder ein Kinderstück zur Weihnachtszeit: Unter der Regie von Christina Gegenbauer und mit Musik von Laura Winkler feiert „Der kleine Prinz“ am 15. November im Großen Haus Premiere. Das Schauspiel nach dem zeitlosen Meisterwerk von Antoine de Saint-Exupéry lässt die Grenzen zwischen Kindheit und Erwachsensein verschwimmen und erinnert uns daran, was im Leben wirklich zählt. Freuen Sie sich auf ein Familienstück, das die Kleinen zum Staunen und die Großen zum Nachdenken bringt.

Regisseurin Katrin Hentschel präsentiert am 21. November das Schauspiel „Der zerbrochne Krug“ im Detmolder Sommertheater. Mit überbordendem Sprachwitz, zugespitzten Dialogen und Lust an der Entlarvung einer scheinheiligen Gesellschaft hat Heinrich von Kleist eine bitterböse Komödie über Lügen und Machtmissbrauch geschaffen.

Zusätzlich zu den vielseitigen Premieren, die uns diesen Herbst erwarten, wird es auch einige Wiederaufnahmen geben, die bereits in der Spielzeit 2024/25 für Begeisterung gesorgt haben. „Mutter Vater Land“, inszeniert von Christina Gegenbauer, erlebt am 10. Oktober seine Wiederaufnahme im Grabbe-Haus. Am 8. Oktober kommt ,,Das Mädchen aus dem goldenen Westen“, unter der Regie von Kay Link und der Musikalischen Leitung von Per-Otto Johansson zurück ins Große Haus. Weiterhin können Sie sich auf das Operettenkonzert „Es wird auch wieder hell“ freuen, das am 10. Oktober in der Pader-Halle in Paderborn zu sehen ist. Zu guter Letzt wird am 1. November Mozarts bekannteste Oper „Die Zauberflöte“ im Großen Haus wieder aufgenommen, die unter der Regie von Dirk Schmeding und der Musikalischen Leitung von Claudio Novati nur zu empfehlen ist.