Engagierte Bürgerinnen und Bürger unterstützen ehrenamtlich Projekte in Detmold

Detmold ist, was wir gemeinsam daraus machen

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Die Bürgerstiftung Detmold startet kraftvoller denn je in die Zukunft. Von Demo­kratieförderung, die mittlerweile bundesweit Kreise zieht, über neue Energiescouts an Schulen bis hin zu Gartenkonzerten, die Nachbarschaften verzaubern: Ein Blick hinter die Kulissen einer Stiftung, die Plattform, Motor und Herzschlag der Stadt Detmold und darüber hinaus ist.

Wer in diesen Tagen durch Detmold geht, spürt eine besondere Dynamik. Es ist nicht nur die sichtbare Schönheit der Stadt, sondern das unsichtbare Band, das viele Menschen hier verbindet. Oftmals hält die Bürgerstiftung Detmold die Fäden dieses Bandes in der Hand – und das momentan fester und energetischer als je zuvor. „Die Bürgerstiftung ist so kraftvoll wie noch nie“, beschreibt es Kay Sandmann-Puzberg aus dem Vorstandsteam. Das liegt vor allem an den vielen Menschen, die sich intern und extern engagieren und mit frischen Ideen nicht nur neue Projekte anstoßen, sondern auch den bewährten Initiativen neuen Schub verleihen.

Seit über zwei Jahrzehnten bewegt die Stiftung die Stadt. Doch sie ruht sich nicht auf dem Erreichten aus. Im Gegenteil: In den kommenden Wochen und Monaten wird sie noch einmal „deutlich lauter“ (Sandmann-Puzberg) werden, besonders wenn es um das Herzstück des bürgerschaftlichen Engagements geht.

„Ehrenstark“: Die Plattform für alle, die etwas bewegen wollen

Ein zentraler Fokus liegt derzeit auf dem größten Projekt der Stiftung: „Ehrenstark“. Der Name ist dabei Programm und eine bewusste Wortkombination aus „Ehrenamt finden“ und „Gemeinschaft stärken“. Es ist weit mehr als eine interne Vermittlungsstelle. Die Bürgerstiftung hat hier einen echten Plattform-Charakter entwickelt.

Das Besondere daran: Die Stiftung sucht nicht nur Helfer für ihre eigenen Projekte. Sie versteht sich als Mittler für die gesamte Stadtgesellschaft. Wer sich engagieren möchte, aber noch nicht genau weiß, wo, findet hier Beratung – und wird vielleicht an ganz andere Organisationen in Detmold vermittelt, die dringend Unterstützung suchen. So profitieren Vereine, soziale Einrichtungen und Initiativen in ganz Detmold von der Strahlkraft der Stiftung. In den nächsten Wochen wird die Kampagne rund um „Ehrenstark“ noch einmal deutlich an Fahrt aufnehmen, um noch mehr Menschen zu motivieren, ein Ehrenamt zu finden, das ihnen Spaß macht und zu ihrem Leben passt.

Demokratie, die über Lippe hinauswächst

Dass Ideen aus Detmold eine Kraft entwickeln können, die weit über die Stadtgrenzen hinausreicht, beweist das Felix-Fechenbach-Projekt zur Demo-kratieförderung (siehe Info-Kasten). Was lokal begann, hat sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt. Das Projekt läuft mittlerweile in vielen anderen Städten, breitet sich über Ostwestfalen-Lippe aus und ist sogar dabei, im gesamten Bundesgebiet Fuß zu fassen. Es ist ein starkes Signal in einer Zeit, in der demokratische Werte wichtiger sind denn je, und zeigt: Detmold ist ein Innovationsstandort für gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bildung und Umwelt: Von Energiescouts und Wasser-Wissen

Auch im Bildungsbereich, traditionell ein Schwerpunkt unter dem Motto „Detmold ist Bildung“, stehen die Zeichen auf Neustart und Erweiterung. Nach Ostern startet gemeinsam mit der Stadt das Projekt der „Energiescouts“ an den Schulen. Hier werden Schülerinnen und Schüler an das Thema Energieeffizienz und Klimaschutz herangeführt – ein Thema, das den Nerv der Zeit trifft.

Gleichzeitig bleibt der Blick für die Ressourcen unserer Erde geschärft. Aktuell engagiert sich die Stiftung stark im Bereich Wasser und holt eine beeindruckende Ausstellung nach Detmold. Es geht darum, Wissen greifbar zu machen und Sensi-bilität für unsere Umwelt zu schaffen. Dies ergänzt wunderbar die bestehenden, sehr persönlichen Bildungsprojekte wie „Balu und Du“. Auch im neunten Jahr seines Bestehens bringt dieses „Herzensprojekt“ junge Erwachsene und Grundschulkinder zusammen. Erst im Juli 2025 wurden wieder zehn dieser Patenschaften im Rathaus geehrt – ein Beweis für die Kontinuität, mit der hier Chancen für Kinder verbessert werden.

Dazu kommen die etablierten Angebote wie die „Internationale Kita-Vorlese-Oase“, die Kinderbücher in acht Sprachen anbietet und erst kürzlich wieder mediale Aufmerksamkeit erfuhr, sowie die Übermittags-betreuung und gezielte Sprachförderung.

Kultur hautnah: Wenn der Nachbargarten zur Bühne wird

Detmold ist Musikstadt – das ist bekannt. Doch die Bürgerstiftung sorgt dafür, dass die Musik die elitären Zirkel verlässt und dorthin kommt, wo die Menschen leben. Ein Highlight, das im kommenden Frühling und Sommer wieder aufblühen wird, sind die Gartenkonzerte.

Das Prinzip ist so charmant wie einfach: Menschen stellen ihre privaten Gärten zur Verfügung und laden die Nachbarschaft ein. Die Bürgerstiftung organisiert die Künstler und bringt die Musik direkt auf den Rasen. „Wir schenken der Nachbarschaft quasi ein Konzert“, erklärt Sandmann-Puzberg. Dabei passiert etwas Wunderbares: Menschen, die Tür an Tür wohnen, sich aber vielleicht kaum kennen, kommen ins Gespräch, erleben gemeinsam Kultur und rücken zusammen. Spenden, die bei diesen Anlässen gesammelt werden, fließen direkt wieder in die Finanzierung weiterer Konzerte – ein Kreislauf der Freude.

Auch auf struktureller Ebene tut sich einiges: Am „Musikwelt Steuerungskreis“ wird derzeit intensiv gearbeitet, um die Musikstadt Detmold strategisch weiter-zuentwickeln und noch besser zu vernetzen. Und wer lieber liest als lauscht, darf sich freuen: Das Netz der öffentlichen Bücherschränke wächst weiter. Erst Mitte November 2025 wurde in Berlebeck der inzwischen 13. Schrank eingeweiht, gestiftet aus privatem Engagement.

Integration: Arbeit als Schlüssel zur Teilhabe

Ein weiteres wichtiges Feld bleibt die Integrationsarbeit. Unter dem Dach „Detmold ist Heimat“ geht es nicht nur um das bloße ‘Willkommenheißen’. Die Stiftung engagiert sich zunehmend auch im Bereich der beruflichen Integration. Mit speziellen Formaten, die an Berufsmessen angelehnt sind, werden Menschen mit Migrations-hintergrund dabei unterstützt, ihren Weg in den Arbeitsmarkt zu finden. Denn Arbeit ist, neben der Sprache, der wichtigste Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben in der neuen Heimat. Dies ergänzt Aktionen wie die Ferienfreizeit auf Norderney, bei der im Oktober 2025 jugendliche Geflüchtete eine unbeschwerte Auszeit am Meer erleben durften.

Einladung zum Mitgestalten

Die Bürgerstiftung Detmold ist keine geschlossene Gesellschaft. Sie ist eine Einladung. Ob Sie nun als „Balu“ einem Kind Zeit schenken, Ihren Garten für ein Konzert öffnen, als Firma die Energiescouts unterstützen oder einfach nur eine Idee haben, die Detmold lebenswerter macht – hier finden Sie offene Türen.

„Gemeinsam mehr bewegen“ ist keine Floskel, sondern gelebter Alltag. Die Stiftung bündelt das Engagement der 75.000 Detmolderinnen und Detmolder und kanalisiert es dort, wo es gebraucht wird. Wer Teil dieser Bewegung werden möchte – sei es durch Zeit, Geld oder Ideen – findet im Grabbe-Haus in der Bruchstraße die richtige Anlaufstelle.

Detmold ist das, was wir daraus machen. Und wenn man sieht, mit wie viel Kraft und Freude die Bürgerstiftung und ihre vielen Ehrenamtlichen am Werk sind, kann man nur sagen: Die Zukunft der Stadt Detmold sieht gut aus.

// Kontakt und Informationen:

Bürgerstiftung Detmold
Bruchstraße 27 (im Grabbe-Haus) 32756 Detmold
Tel. 05231 – 5611565
info@buergerstiftung-detmold.de
www.buergerstiftung-detmold.de

www.buergerstiftung-detmold.de/projekt/felix-fechenbach/