Ein Rückblick

So lief die Vorbereitung 2023/24

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Anfang Juli bat HSG-Trainer Steffen Birkner sein Team zum traditionellen Trainingsauftakt im Stadion am Ramm­bocke in Blomberg. Mit dabei war Neuzugang Judith Tietjen, zudem konnte die HSG im Verlauf des Julis mit Ona Vegué und Ida Hoberg zwei weitere neue Gesichter in Blomberg begrüßen.

Verlassen haben die HSG hingegen Emelyn van Wingerden und Mia Ziercke. Darüber hinaus schaffte die HSG einen Perspektivkader, wo sich Tina Stanojevic, Zoe Krüger, Paulina Horstkötter und Julia Hertha wiederfinden.

Teambuildingmaßnahmen
Um es den „Neuen“ von Beginn an so einfach wie möglich zu machen und das Team weiter zusammen zu schweißen, setzte Birkner auch in diesem Jahr neben inten­siven Trainingseinheiten und Testspielen, auf einige Teambuildingmaß­nahmen. So konnten sich Laetitia Quist, Marie Michal­czik und Co. unter anderem beim Golfen und beim Fußballgolf unter Beweis stellen.

Medizinische Tests
In den ersten Vorbereitungswochen wurden die Spielerinnen erneut auf Herz und Nieren geprüft. Bereits in der ersten Woche empfingen Columna-Geschäftsführer Daniel Paier und sein Team rund um Fabian Reinsberger die Mannschaft aus der Nelkenstadt in den Räumlichkeiten des Fitness- und Gesundheitszentrums in Lage. Drei verschiedene Tests warteten dort auf Laura Rüffieux, Lisa Rajes und Co., bei denen u. a. die Beweglichkeit und Stabilität der Gelenkstruktur unter die Lupe genommen werden sollte. Alle Spielerinnen durften dabei zunächst den sogenannten BackCheck nutzen, ein mobiles Messsystem zur wissenschaftlichen Analyse der Kraftfähigkeit unterschiedlicher Muskelgruppen. Ziel der Analyse war es, die Leistungsfähigkeit der haltungsstabilisierenden Muskulatur zu überprüfen, individuelle Rückschlüsse über Stärken und Schwächen der Spielerinnen zu gewinnen und somit Empfehlungen für das richtige Rückentraining aussprechen zu können. Bei einer zweiten und dritten Station wartete der sogenannte Functional Movement Screen-Test (FMS), ein Beweglichkeits- und Stabilitätstest sowie ein Präventivdiagnostik-Test auf die Mannschaft. Alle Testungen werden bereits im Winter wiederholt, um die individuelle Entwicklung der Spielerinnen im Auge behalten zu können.

Wenige Tage später folgte für Lisa Frey, Zoe Ludwig und Co. die alljährliche Gang- und Laufbildanalyse im Vitalzentrum Kühlmuss & Grabbe in Detmold. Die Analysen haben es zum Ziel, mögliche Fehlstellungen und Fehlbelastungen bei den Spielerinnen frühzeitig zu erkennen und ggfs. zu beheben. Im Falle von Fußfehlstellungen kann so beispielsweise schnell durch passende Einlagen vorgebeugt werden. Im Falle von Verletzungen sind die Orthopädie-Techniker-Experten des langjährigen HSG-Partners zudem in der Lage, die Spielerinnen umgehend mit Hilfsmitteln (Bandagen, etc.) zu versorgen, wodurch der Heilprozess stark beschleunigt werden kann. Bereits seit vielen Jahren ist die Untersuchung bei Kühlmuss & Grabbe ein wichtiger Baustein im Kontext der medizinischen Betreuung des Teams.

Ebenfalls nicht fehlen durfte zu Beginn der Vorbereitung der Besuch vom Team von Meinolf Krome des sportmedizinischen Institutes der Universität Paderborn, die im Stadion am Rammbocke eine Leistungsdiagnostik durchführten. Neben Sprint- und Sprungtests stand auch ein Laktat­feldstufentest auf dem Programm.

Im Rahmen einer sportmedizinischen Gesamtuntersuchung wurden von Dr. Chris­tian Colcuc und Dr. Patrick Dißmann darüber hinaus orthopädische und osteopathische Untersuchungen durchgeführt, welche von kardiologischen und allgemeinmedizinischen Untersuchungen von Dr. med. Stephan Happe aus Blomberg erweitert wurden.

„Wir sind froh, dass wir diese Hülle und Fülle an Tests haben und uns bei unserer medizinischen Abteilung rund um die Uhr bestens aufgehoben fühlen können“, schätzt sich Birkner glücklich.

Trainingslager
Zudem standen zwei Trainingslager auf dem Plan. So schlug der HSG-Tross die Zelte wie in den vergangenen Jahren in der Sportschule Bad Blankenburg für ein fünftägiges Trainingslager auf. HSG-Trainer Steffen Birkner nutzte die Zeit in Thüringen, um den Feinschliff im spielerischen und taktischen Bereich vorzunehmen. Insgesamt zwölf kräftezehrende Trainingseinheiten standen im Laufe der Woche auf dem Plan von Ann Kynast, Melanie Veith und Co. Alle zogen dabei in jeder Einheit mustergültig mit, sodass die Heimreise mit einem guten Gefühl angetreten wurde.

Darüber hinaus wurde erstmalig ein Kurztrainingslager im dänischen Skaerbaek durchgeführt, wo u.a. drei Testspiele auf dem Programm standen. Birkner ist zum Abschluss der Vorbereitung zufrieden mit dem Zusammenhalt innerhalb des Teams: „Die Mannschaft ist noch weiter zusammengewachsen. Dass dieses Mal nur drei Neuzugänge zu integrieren waren, hat einiges definitiv erleichtert. Zudem haben Judith, Ona und Ida alles dafür getan, um sich gut in das Mannschaftsgefüge anzupassen und haben gezeigt, dass sie bestens in unser Team passen.“

Testspiele
Neben einigen intensiven Trainingseinheiten galt es selbstverständlich auch regelmäßig im Wettbewerb zu testen, wie der aktuelle Leistungsstand des Teams ist. Das erste Duell fand dabei beim Verbandsligisten TG Herford im Rahmen eines Jubiläums statt, wo das Endergebnis (49:14) allerdings zweitrangig war. Vier Tage spä­ter fuhren Nieke Kühne, Leni Ruwe und Co. nach Bösingfeld, wo das HSG-Team zum Test auf Borussia Dortmund traf. Nach einem starken Spielstart musste man sich 27:32 geschlagen geben. Die zweite Niederlage kassierte das Team von Steffen Birkner zwei Tage später beim Kurztrainingslager in Dänemark. Im dänischen Billund verlor die HSG gegen das Topteam Viborg HK mit 29:40. Eine eindrucksvolle Reaktion zeigten Alexia Hauf, Stefanie Kaiser & Co. in den darauffolgenden zwei Tagen mit zwei Siegen gegen Ringkøbing IF (37:26) und SønderjyskE (28:25). Ein weiteres Testspiel gegen den BVB in der Dortmunder Sporthalle Wellinghofen wurde mit einer tollen Mannschaftsleistung mit 27:24 gewonnen.

Zudem ergaben sich zwei Siege beim ersten Hache-Cup an der Blomberger Ulmenalle. Dabei setzte sich das Birkner-Team gegen den BSV Sachsen Zwickau mit 30:23 durch und gegen den SV Union Halle-Neustadt gelang ein hart umkämpfter 29:28 Sieg.

„Für mich sind die Erkenntnisse, die ich aus solchen Spielen gewinnen kann, jedoch deutlich wichtiger als die Ergebnisse. Diese Erkenntnisse gilt es nun im Wettkampf umzusetzen und gute Ergebnisse zu erzielen. Die Fans können sich weiter auf eine sehr kämpferische, dynamische und leistungsfähige Mannschaft freuen – so viel ist sicher!“, zieht Birkner ein positives Resümee aus den Testspielen.

Das Fazit
Birkner: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Verlauf der Vorbereitung. Zum Glück sind wir ohne größere Verletzungen durchgekommen, abgesehen von der unglücklichen Verletzung von Nele Franz, die schon vor der Hauptphase der Vorbereitung feststand. Die Verletzungen die aufgetreten sind, konnten wir gut mit unserem Physio-Team und der medizinischen Abteilung auffangen. Jetzt geht es darum, in der Wettkampfphase gut zu performen. Auch wenn die Vorbereitung abgeschlossen ist, heißt das nicht, dass wir uns nicht mehr weiterentwickeln müssen. Es gilt weiter Vollgas zu geben. Mein Team und ich freuen uns jetzt einfach wieder loslegen zu können und Woche für Woche um die Punkte zu fighten!“.

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